Von Ertugrul Yavuz · Aktualisiert am · Lesezeit ca. 5 Minuten

Ratgeber für Arbeitgeber in Stuttgart & Ludwigsburg

Fachkräfte gewinnen: Was eine Karriereseite heute leisten muss.

Warum die eigene Website der wichtigste Suchweg für neue Mitarbeitende ist, was auf eine gute Karriereseite gehört und wie Ihre Stellen in der Google-Jobsuche erscheinen.

Ertugrul Yavuz, Gründer von CLOBS®

Gute Leute zu finden, ist für viele Betriebe schwieriger geworden. Die Bundesagentur für Arbeit zählt 157 Engpassberufe. Gleichzeitig ist die eigene Website der Suchweg, den Betriebe am häufigsten nutzen. Dieser Ratgeber zeigt, was die Zahlen sagen und wie eine Karriereseite aussieht, die Bewerbungen bringt.

Das Wichtigste in Kürze

  • 157 Engpassberufe zählt die Fachkräfteengpassanalyse 2025, vor allem in Pflege, medizinischen Berufen sowie Bau und Handwerk.⁠1
  • Die eigene Homepage ist der meistgenutzte Suchweg: 2025 in 70 Prozent der Fälle, bei 20 Prozent der Neueinstellungen war sie entscheidend.⁠2
  • Online-Wege gewinnen: Sie waren 2025 bei 52 Prozent der Neueinstellungen entscheidend, 2024 bei 47 Prozent.⁠2
  • Mit JobPosting-Daten können Stellen in der Google-Jobsuche erscheinen, die auch in Deutschland verfügbar ist.⁠3
  • Stellenanzeigen dürfen nicht gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen.⁠4

Wie wichtig ist die eigene Website für die Personalsuche?

Die eigene Website ist der Suchweg, den Betriebe bei Neueinstellungen am häufigsten nutzen. Laut IAB-Stellenerhebung suchten Betriebe 2025 in 70 Prozent der Fälle über die eigene Homepage. Bei 20 Prozent der Neueinstellungen war die Homepage der entscheidende Weg, bei 27 Prozent waren es persönliche Kontakte und Empfehlungen eigener Beschäftigter.⁠2

70 %der Neueinstellungen: Suche über die eigene HomepageIAB, 2025⁠2
20 %der Neueinstellungen: Homepage war entscheidendIAB, 2025⁠2
27 %der Neueinstellungen: persönliche Kontakte entscheidendIAB, 2025⁠2
157Engpassberufe in DeutschlandBundesagentur für Arbeit⁠1

Online-Wege waren bei mehr Neueinstellungen entscheidend

Anteil der Neueinstellungen, bei denen Online-Medien entscheidend waren, Prozent⁠2

Daten als Tabelle anzeigen
JahrAnteil
202447 %
202552 %
Zu den Online-Medien zählt das IAB Online-Stellenbörsen, die eigene Homepage und soziale Medien.⁠2

Zahl der Engpassberufe

Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit, nach Ausgabe⁠1

Daten als Tabelle anzeigen
AusgabeEngpassberufe
2023183
2024163
2025 (Berichtsjahr 2024)157
Die Zahl sinkt, bleibt aber hoch. Engpässe gibt es laut Bundesagentur vor allem in Pflegeberufen, im Bereich der medizinischen Berufe und in Bau- und Handwerksberufen; stark nachgefragt sind auch Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrer und Erzieherinnen.⁠1

Was gehört auf eine gute Karriereseite?

Bewerber wollen wissen, wie die Arbeit wirklich aussieht, was sie verdienen und mit wem sie sprechen. Diese Inhalte empfehlen wir aus unserer Projektpraxis:

Echte EinblickeFotos und kurze Videos aus dem Betrieb, mit dem echten Team statt Stockbildern.
Gehalt und ArbeitszeitenEine Gehaltsspanne und klare Arbeitszeiten beantworten die wichtigsten Fragen vor dem ersten Gespräch. Google führt das Gehalt als empfohlene Angabe für Stellenanzeigen.⁠3
Ein Gesicht als AnsprechpartnerName, Foto und direkte Telefonnummer statt einer anonymen E-Mail-Adresse.
Einarbeitung und EntwicklungWie die ersten Wochen ablaufen und welche Weiterbildung möglich ist.

Für Handwerksbetriebe haben wir die wichtigsten Punkte im Ratgeber Website für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Wie erscheinen Stellen in der Google-Jobsuche?

Mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting können Ihre Stellenanzeigen in der Jobsuche von Google erscheinen. Die Funktion ist in Deutschland verfügbar.⁠3 Google verlangt dafür diese Angaben und empfiehlt weitere:

AngabeStatusBedeutung
titlePflichtBezeichnung der Stelle, nicht der Anzeige
descriptionPflichtVollständige Stellenbeschreibung
datePostedPflichtDatum der Veröffentlichung
hiringOrganizationPflichtDas einstellende Unternehmen
jobLocationPflichtArbeitsort, bei Remote-Stellen jobLocationType
validThroughEmpfohlenAblaufdatum der Anzeige
baseSalaryEmpfohlenTatsächliches Grundgehalt laut Arbeitgeber
employmentTypeEmpfohlenVollzeit, Teilzeit und so weiter

Quelle: Google Search Central⁠3. Abgelaufene Stellen müssen Sie entfernen, etwa indem validThrough in der Vergangenheit liegt oder die Seite gelöscht wird.

Wie die Karriereseite darüber hinaus bei Google gefunden wird, zeigt unsere SEO-Checkliste.

Was müssen Stellenanzeigen rechtlich beachten?

Ein Arbeitsplatz darf nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot des AGG ausgeschrieben werden.⁠4 In der Praxis heißt das: geschlechtsneutrale Formulierungen, etwa mit dem Zusatz (m/w/d), und keine Anforderungen, die ohne sachlichen Grund bestimmte Gruppen ausschließen. Bewerbungen enthalten personenbezogene Daten. Bewerber müssen deshalb nach Art. 13 DSGVO informiert werden, etwa über Zweck und Speicherdauer.⁠5 Mehr dazu im Ratgeber DSGVO-konforme Website.

Wie wird die Bewerbung zur Sache von Minuten?

Je einfacher die Bewerbung, desto mehr Menschen schließen sie ab. Google bewertet die mobile Version einer Website⁠6, und viele Bewerber suchen am Smartphone. Unsere Empfehlungen:

  • Bewerbung ohne Anschreiben ermöglichen, mit Name, Kontakt und optionalem Lebenslauf.
  • Rückruf anbieten statt nur Upload.
  • Formular am Smartphone testen, mit großen Feldern und wenigen Pflichtangaben.
  • Eingangsbestätigung mit Zeitrahmen, wann Sie sich melden.

Wie kommt die Karriereseite zu den Bewerbern?

Die Karriereseite ist das Ziel, Reichweite entsteht über mehrere Wege. Zu den Online-Medien, die bei gut der Hälfte der Neueinstellungen entscheidend waren, zählt das IAB neben der eigenen Homepage auch Online-Stellenbörsen und soziale Medien.⁠2 Echte Bilder und Videos aus dem Betrieb wirken auf allen Kanälen. Wie wir solche Inhalte produzieren, zeigen die Seiten Medienagentur Ludwigsburg und Social-Media-Agentur Stuttgart.

Häufige Fragen

Ja. Betriebe suchten 2025 in 70 Prozent der Fälle über die eigene Homepage nach neuen Mitarbeitenden, und bei 20 Prozent der Neueinstellungen war sie der entscheidende Weg.Quellen: ⁠2
Mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting auf der Stellenseite. Pflicht sind Titel, Beschreibung, Veröffentlichungsdatum, Unternehmen und Arbeitsort; empfohlen sind Ablaufdatum, Gehalt und Beschäftigungsart.Quellen: ⁠3
Das Gesetz schreibt keine bestimmte Formulierung vor, aber Stellen dürfen nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot ausgeschrieben werden. Der Zusatz (m/w/d) ist ein verbreiteter Weg, alle Geschlechter anzusprechen.Quellen: ⁠4
Wir empfehlen es. Google führt das Grundgehalt als empfohlene Angabe für Stellenanzeigen in der Jobsuche, und es beantwortet die wichtigste Frage vieler Bewerber.Quellen: ⁠3

Quellen

Es sind ausschließlich Primärquellen: Gesetzestexte, Gerichte und Behörden, die Dokumentation der Anbieter selbst sowie Originalstudien. Abgerufen und geprüft am 13. Oktober 2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.

  1. Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Berichtsjahr 2024). Statistik. statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Fachkraef…
  2. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): IAB-Stellenerhebung 1/2026: Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch. IAB-Forum, 8. Juni 2026. iab-forum.de/online-medien-sind-bei-der-personalsuche-auf-dem-vormarsch
  3. Google Search Central: Job posting (JobPosting) structured data. Dokumentation. developers.google.com/search/docs/appearance/structured-data/job-posting
  4. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG): § 11 Ausschreibung. gesetze-im-internet.de. gesetze-im-internet.de/agg/__11.html
  5. Verordnung (EU) 2016/679: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Amtsblatt der EU, EUR-Lex. eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj
  6. Google Search Central: Mobile site and mobile-first indexing best practices. Dokumentation. developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/mobile/mobile-sites-mobile-first-in…
Ertugrul Yavuz, CLOBS Gründer

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Ertugrul Yavuz, CLOBS® Gründer

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