Von Ertugrul Yavuz · Aktualisiert am · Lesezeit ca. 7 Minuten

Ratgeber für Gründerinnen und Gründer in Stuttgart & Ludwigsburg

Bevor Sie eine Website erstellen lassen, lesen Sie das hier.

Was eine Website technisch wirklich braucht, welche Rechtsseiten Pflicht sind, was die drei gängigen Wege realistisch kosten — und welche Fehler die meisten Gründer bei ihrer ersten Website machen.

Ertugrul Yavuz, Gründer von CLOBS

Die meisten Gründer:innen stellen sich die falsche erste Frage. Nicht "Wix oder Agentur?", sondern: Was muss diese Website eigentlich können, und was ist technisch und rechtlich ohnehin Pflicht — egal, wer sie am Ende baut. Dieser Ratgeber beantwortet genau das, bevor Sie einen Euro ausgeben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Website braucht eine Domain (ca. 10–20 € pro Jahr), Hosting und ein SSL-Zertifikat — egal, wer sie baut.
  • Impressum nach § 5 DDG und Datenschutzerklärung sind für jede geschäftliche Website Pflicht.
  • Ein Baukasten kostet 10–30 € im Monat, ein Freelancer meist 800–2.500 €, eine Agentur in der Regel 2.500–8.000 € oder mehr.
  • Ein Baukasten reicht als digitale Visitenkarte; soll die Website aktiv Kunden gewinnen, lohnt sich eine strategisch geplante Lösung.

Was braucht eine Website technisch?

Drei Dinge sind unabhängig davon nötig, ob Sie selbst bauen, einen Freelancer beauftragen oder eine Agentur wie CLOBS® engagieren:

Eine DomainIhre Adresse im Netz, z. B. ihrefirma.de. Kostet meist 10 bis 20 € pro Jahr, registriert über Anbieter wie IONOS, Namecheap oder direkt über Ihr Hosting.
HostingDer Server, auf dem die Website liegt. Bei Baukästen (Wix, Squarespace, Jimdo) im Monatspreis enthalten. Bei einer individuell gebauten Website meist 5 bis 25 € im Monat extra.
Ein SSL-ZertifikatDas kleine Schloss-Symbol neben der Adresse im Browser. Bei fast jedem seriösen Hosting-Anbieter automatisch inklusive — fehlt es, ist das ein Warnsignal.

Alles darüber hinaus — Design, Text, Struktur, SEO — ist die eigentliche Arbeit, um die es in diesem Ratgeber geht. Brauchen Sie zum Start auch ein Logo oder einen einheitlichen Auftritt, helfen unsere Ratgeber Logo erstellen lassen und Corporate Design erstellen lassen.

Welche Pflicht-Seiten braucht jede Website?

Egal wie klein Ihre Website ist: Sobald sie geschäftlich genutzt wird — auch als Einzelunternehmer:in oder Freelancer — sind zwei Unterseiten in Deutschland gesetzlich Pflicht, keine Kür:

ImpressumNach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG, früher Telemediengesetz) — mit vollständigem Namen, Adresse, Kontaktdaten und, falls zutreffend, Berufsbezeichnung und Kammer.
DatenschutzerklärungWelche Daten erhoben werden (z. B. über ein Kontaktformular), wofür, wie lange sie gespeichert werden und welche Rechte Nutzer:innen haben.

Viele Gründer:innen im Raum Stuttgart und Ludwigsburg lassen genau diese beiden Seiten in der Eile beim Website-Launch unter den Tisch fallen — und bekommen Monate später eine kostenpflichtige Abmahnung. Ein zweiter, oft übersehener Punkt: Wer Google Fonts direkt über Google lädt, Google Maps ohne Einwilligung einbindet oder Analytics ohne Cookie-Banner nutzt, überträgt Nutzerdaten ohne Rechtsgrundlage — auch das sollte vor dem Launch geprüft sein.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was die Website leisten soll. Hier die drei gängigen Wege im realistischen Vergleich:

WegKostenZeitaufwandPasst, wenn…
Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)10–30 € / Monateinige Tage, selbstdie Website nur eine digitale Visitenkarte sein muss
Freelancer800–2.500 €2–4 WochenBudget knapp ist, aber ein individueller Auftritt gewünscht ist
Agentur2.500–8.000 €+4–8 Wochendie Website aktiv Kunden gewinnen und zur Marke passen soll

Im Raum Stuttgart, einer der dichtesten Agentur-Landschaften Deutschlands, variiert die Preisspanne bei Agenturen stark — ein guter Indikator ist nicht der Stundensatz, sondern ob vor dem Angebot überhaupt eine Analyse Ihrer Ausgangslage stattfindet oder direkt ein Template verkauft wird.

Welche Baukästen, Tools und Inspirationsquellen gibt es?

Bekannte Baukasten-Anbieter im Überblick

Wenn der Baukasten-Weg zu Ihnen passt, sind das die bekanntesten und am häufigsten genutzten Anbieter:

So sieht der Tool-Stack einer professionellen Umsetzung aus

Falls Sie sich fragen, was im Hintergrund passiert, wenn eine Agentur für Sie baut: Hier ein ehrlicher Einblick in unseren eigenen Workflow bei CLOBS® — Phase für Phase, Tool für Tool.

1. Konzeption & PlanungBevor irgendetwas gestaltet wird, steht die Struktur.
  • Relume (relume.io) — erstellt schnell Sitemap-Strukturen und Wireframes, mit direktem Export zu Figma und Webflow.
  • Trello / Notion (trello.com / notion.so) — Projektmanagement, Aufgabenverwaltung, festgehaltene Absprachen.
  • Stift & Papier — klassisch für erste grobe Skizzen und das Brainstorming am Anfang.
2. UI/UX-Design & PrototypingHier entsteht, wie die Website aussieht und sich anfühlt.
  • Figma (figma.com) — der aktuelle Branchenstandard für kollaboratives UI/UX-Design und interaktive Prototypen.
  • Canva / Photopea (canva.com / photopea.com) — für schnelle Grafiken, Social-Media-Motive oder Bildbearbeitung direkt im Browser.
  • Adobe XD (adobe.com) — klassisches Vektor-Design- und Prototyping-Tool aus der Adobe Creative Cloud.
3. Website-UmsetzungAus dem Design wird eine echte, funktionierende Website.
  • WordPress (wordpress.org) — das weltweit am weitesten verbreitete CMS, mit unzähligen Themes und Plugins.
  • Webflow (webflow.com) — ein visueller Website-Baukasten mit Designfreiheit fast wie beim Programmieren, ohne Code schreiben zu müssen.
4. Kundenfeedback & KollaborationDamit Rückmeldungen nicht in langen E-Mail-Ketten untergehen.
  • Huddlekit (huddlekit.com) — Kunden hinterlassen Feedback und Kommentare direkt an der jeweiligen Stelle auf der Test-Website.
5. Performance, SEO & AnalyseNach dem Launch ist vor der Optimierung.
  • Google Lighthouse (developer.chrome.com) — direkt im Browser integriert, testet Ladezeiten, Barrierefreiheit und SEO.
  • Google Search Console & GA4 (search.google.com) — überwachen Sichtbarkeit in der Google-Suche und Nutzungsverhalten auf der Website.
  • bunny.net (bunny.net) — europäischer, DSGVO-freundlicher Anbieter für schnelles Video-Hosting ohne Verlangsamung der Seite.

Der Unterschied zum klassischen Baukasten: Dieser Stack gibt volle Kontrolle über Design, Code und Performance — verlangt dafür aber genau das Know-how, das die Beauftragung eines Profis meist wieder aufwiegt.

Design-Inspiration, bevor Sie loslegen

Egal ob Sie selbst gestalten oder einer Agentur eine Richtung zeigen wollen: Ein Blick auf gute Websites hilft, die eigene Geschmackssprache zu finden, bevor es an die Umsetzung geht.

Ein Tipp aus der Praxis: Sammeln Sie 3 bis 5 Websites, die Ihnen gefallen, bevor das erste Gespräch mit einem Dienstleister stattfindet — das beschleunigt die Abstimmung enorm, egal ob Sie am Ende selbst bauen oder bauen lassen.

Die 5 häufigsten Fehler bei der ersten Website

  • Design vor Inhalt. Erst das Layout wählen, dann verzweifelt Texte reinquetschen — meist merkt man das sofort.
  • Keine klare Zielgruppe. Eine Website, die "für alle" spricht, überzeugt am Ende niemanden konkret.
  • Rechtsseiten vergessen oder kopiert. Ein von einer fremden Website kopiertes Impressum ist rechtlich wertlos und riskant.
  • Keine mobile Prüfung. Über 60 % der Besucher kommen vom Smartphone — eine Seite, die nur am Desktop getestet wurde, verliert hier sofort Vertrauen.
  • Launch ohne Google-Unternehmensprofil. Gerade für lokale Anbieter in Stuttgart oder Ludwigsburg bleibt ohne dieses Profil ein großer Teil der lokalen Sichtbarkeit ungenutzt.

Wann lohnt sich eine Agentur?

Ein Baukasten ist die richtige Wahl, wenn Zeit und Budget eng sind und die Website vor allem erreichbar machen soll. Eine Agentur zahlt sich aus, sobald die Website aktiv etwas leisten soll: Anfragen bringen, zur eigentlichen Qualität Ihrer Arbeit passen, bei Google gefunden werden. Der teuerste Fehler ist meist nicht die falsche Wahl, sondern das mehrfache Nachbessern — eine Website, die zwei- oder dreimal neu gebaut wird, kostet am Ende mehr als eine, die von Anfang an strategisch durchdacht wurde. Worauf es in einzelnen Branchen ankommt, zeigen unsere Ratgeber für Arztpraxen, Handwerksbetriebe und Kanzleien. Und wenn bereits eine Website existiert, ist oft ein Relaunch oder eine gezielte Modernisierung der bessere Weg.

Häufige Fragen

Ein Baukasten kostet 10 bis 30 € im Monat, bringt aber nur ein Grundgerüst. Ein Freelancer verlangt meist 800 bis 2.500 €. Eine Agentur kalkuliert für eine professionelle, strategisch durchdachte Website in der Regel 2.500 bis 8.000 € oder mehr, je nach Umfang.
Ein Baukasten lässt sich in wenigen Tagen Eigenarbeit umsetzen. Ein Freelancer-Projekt dauert meist zwei bis vier Wochen. Ein Agenturprojekt mit Strategie, Text und Feinschliff dauert realistisch vier bis acht Wochen.
Ja, ausnahmslos. Jede geschäftliche Website in Deutschland braucht ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) und eine Datenschutzerklärung. Das gilt auch für eine einzelne Landingpage oder einen Baukasten-Auftritt.
Ein Baukasten eignet sich, wenn Budget und Zeit knapp sind und die Website nur eine Visitenkarte sein muss. Sobald die Website aktiv Kunden gewinnen soll, zahlt sich eine durchdachte, strategisch geplante Lösung schneller aus als mehrfaches Nachbessern.
Ertugrul Yavuz, CLOBS Gründer

„Keine Lust, das selbst zu machen? Wir bauen Websites, die zur tatsächlichen Qualität Ihrer Arbeit passen — mit einem kostenlosen, unverbindlichen Vorentwurf als erstem Schritt."

Ertugrul Yavuz, CLOBS® Gründer

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